Ring Fit Adventure und andere Spiele: Bewegung im Herbst 2021
Ein paar Wochen mit Ring Fit Adventure, dazwischen Diablo 2: Resurrected, Astroneer, The Riftbreaker und Satisfactory.
Ich habe Ring Fit Adventure bekommen. Sehr geil! Wir haben es direkt ausprobiert und ich muss ehrlich zugeben, ich bin wirklich nicht mehr in Form.
Das viele Home-Office und dass ich dieses Jahr nicht so viele Kilometer mit dem Rad gefahren bin, haben definitiv ihre Spuren hinterlassen. Schade ist auch, dass ich meine Uhr nicht mehr im Büro tragen darf. Keine Smart-Devices. Durch die fehlende Erinnerung sitzt man dann doch ungewollt viel mehr und bewegt sich seltener. Da muss ich mir noch eine Lösung für einfallen lassen.
Nichtsdestotrotz hat die erste halbe Stunde sehr viel Spaß gemacht. Zwar habe ich nur 8:23 Minuten trainiert, aber mit Einführung und Erklärungen waren es schon gute 30 Minuten. Was ich sehr positiv finde: man kann sich ein eigenes Trainingsset zusammenstellen, oder eines der vorgegebenen Sets wählen, die unterschiedliche Körperbereiche trainieren.
Vier Tage später
“Ein Abenteuer das bewegt!”, so steht es auf der Verpackung. Ich kann nur bestätigen, dass dem auch so ist.
Ich habe es jetzt vier Tage hintereinander ausprobiert und heute zum ersten Mal fast 30 Minuten durchgängig trainiert. Mit “trainiert” ist die Zeit gemeint, die man aktiv im Spiel verbringt, nicht die Zeit im Menü oder mit der Zubereitung von virtuellen Smoothies.
Es macht super viel Spaß, ich bin schon gut ins Schwitzen gekommen. Die einzelnen Stationen auf der Karte und die Monsterkämpfe sind abwechslungsreich und bei jedem Durchgang anders. Durch jede sportliche Bewegung gibt es Erfahrungspunkte, die bei einem Level-Up Angriff und Abwehr steigern. Zusätzlich schaltet man nach dem Abschließen von Abschnitten neue Übungen frei, die man dann ins Set aufnehmen kann.
Das Ergebnis nach vier Tagen kann sich schon sehen lassen. Morgen lege ich aber eine Pause ein. Wer nach so langer Zeit wieder mit Sport anfängt, der muss es ja nicht gleich übertreiben.
Ein paar Wochen später
Ich habe viel trainiert in den letzten Wochen. Mittlerweile habe ich den Ring fast 9300-mal zusammengedrückt, 550-mal Kriegerhaltung 1 und 500-mal Kriegerhaltung 2 gemacht. Dabei bin ich fast 47 km auf der Stelle gelaufen. Ziemlich gut, wie ich finde. Ein positiver Nebeneffekt: ich habe schon fast 4 kg abgenommen, Körperfett gesunken, Muskelmasse gestiegen, wenn man der Waage Glauben schenken darf.
Mit der Hauptstory bin ich noch nicht durch, Kapitel 16 oder 17 von 24. Trotzdem macht es weiter Spaß, die Herausforderungen werden mehr und intensiver. Für mich, bzw. für uns hat sich das echt gelohnt, und ich bin auch super stolz auf meine Frau, die das ebenfalls konsequent durchhält. Sie ist dabei sogar engagierter als ich und hat fast 3 Stunden mehr auf der Uhr.
Diablo 2: Resurrected
Ende September kam Diablo 2: Resurrected auf den Markt. Ich hatte mich so gefreut, doch am ersten Tag ging leider erst mal nicht viel. Überlastete Server, nervende Spieler, Blizzard schweigt sich aus. Eigentlich alles wie immer.
In den folgenden Tagen habe ich dann mit ein paar Freunden einige schöne Stunden in der Welt von Sanctuary verbracht und Mephisto, Diablo und Baal mehrere Male den Garaus gemacht. Einer aus der Gruppe hat es ein wenig übertrieben und uns anderen damit gewissermaßen den Spielspaß verdorben. Hinzu kam der Release von New World, ein anderer aus der Gruppe war damit weg. Auch ging mir das schnelle Überspringen von Inhalten gegen den Strich. Ich habe eben nicht wirklich Bock auf 400 Baal-Runs, nur weil man schon so weit ist, aber durch das Überspringen nur wenig gelevelt hat.
D2R hat sich somit ziemlich schnell ausgespielt und konnte leider nur kurzzeitig für Vergnügen sorgen.
Astroneer
Weil D2R nicht funktioniert hat, wir aber ein neues Multiplayer-Spiel gesucht haben, sind wir bei Astroneer gelandet. Tolle bunte Grafik, Aufbauen einer Basis, Sammeln von Ressourcen, und das alles ohne Gegner. Entspannend und gleichzeitig eine Möglichkeit, den Alltag mal aus dem Kopf zu bekommen.
Es macht einfach Spaß, über den Planeten zu hüpfen und sich an der schönen, bunten Voxelwelt zu erfreuen. Im Multiplayer gleich doppelt so viel. Als wir den großen Truck bauen konnten, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir den Kern des ersten Planeten erreichten. Das ist das Ziel des Spiels: alle Kerne der einzelnen Planeten erreichen, um die dort erzeugten geheimnisvollen Steine auf dem Trabanten der Sonne zu platzieren. Noch haben wir nicht alle Steine zusammen, aber wir basteln fleißig weiter.
The Riftbreaker
Am 14. Oktober wurde The Riftbreaker veröffentlicht. Ein Spiel, das mir gefallen könnte, wirklich. Du landest als Wissenschaftlerin in einem Mech auf einem Alien-Planeten und musst dort Ressourcen sammeln, um ein Portal zurück zur Erde zu bauen. Nicht alle Ressourcen sind auf einer Karte vorhanden, also muss man mithilfe des Portals weitere Gegenden erkunden.
Die Kreaturen des Planeten machen es einem nicht leicht, immer wieder kommen Horden von Gegnern, um die Basis zu zerstören. Durch geschickten Basisbau und gut platzierte Türme lässt sich das mal leichter, mal schwieriger abwehren, auch der Mech selbst greift mit verschiedenen Waffensystemen ins Kampfgeschehen ein. Neben der Kampagne gibt es noch einen Herausforderungsmodus, in dem man bis zum Ablauf der Zeit eine Verteidigungsbasis aufbauen muss, die dem folgenden Angriff standhält.
Satisfactory
Dann kam es, wie es kommen musste: ich habe mir erneut Satisfactory angeschaut und mich von einem Arbeitskollegen dazu hinreißen lassen, nicht nach 10 Minuten schon wieder aufzugeben. Unsere gemeinsame Fabrik hat inzwischen knapp 50 Stunden Spielzeit und einige coole, kleinere Fabrikkomplexe hervorgebracht.
Leider will der Kollege alles mit Fließbändern durch die Gegend schieben, ich würde gerne mehr Fahrzeuge wie Traktoren einsetzen. Züge haben wir noch nicht, aber was nicht da ist, kommt ja noch irgendwann. Wir haben die Fabriken für die meisten Grund-Komponenten erstellt und so weit automatisiert wie möglich. Schade nur, dass wir die Fabrik direkt neben die Quellen gebaut haben, jetzt können wir nicht so leicht eine größere Fabrik danebensetzen.
Nach der Pionier- und Besiedlungsphase sind wir nun in der Expansionsphase, mit Zugriff auf Öl und Plastik, damit Computer und weitere Bauteile. Auch Züge sind in Reichweite gerutscht. Ich hätte nie gedacht, dass Satisfactory mich mal so fesseln kann wie es Factorio getan hat.
Und sonst
Wer von alldem genug hat: die Netflix-Serie Inside Job ist schräg und abgedreht, aber sehenswert.