Framework Desktop: Mini-ITX-PC für Gaming und KI
Frameworks kompaktes Mini-ITX-Desktop-System im Fokus.
Der Framework Desktop ist schon ein faszinierendes Stück Technik: ein winziger Mini-ITX-PC, der auf gerade einmal 4,5 Litern Volumen ordentlich Power mitbringt. Besonders spannend finde ich ihn für alle, die neben Gaming auch lokal mit KI-Modellen experimentieren wollen.
Im Inneren arbeitet eine AMD Ryzen AI Max 395+ APU. Mit 16 Zen 5-Kernen und 40 RDNA 3.5-Recheneinheiten für die Grafik soll das Teil laut Framework sogar 1440p-Gaming flüssig stemmen. Dass man bis zu 128 GB LPDDR5x-RAM konfigurieren kann, macht ihn gerade für speicherhungrige KI-Workloads zu einer echten Ansage.
Was mich bei Framework immer wieder abholt, ist das modulare Design. Trotz der kompakten Maße gibt es zwei M.2-Slots für SSDs und moderne Anschlüsse wie USB4 und Wi-Fi 7. Ein nettes Spielzeug ist die austauschbare Frontplatte mit 21 individuellen Tiles – man kann sich das System also wirklich optisch und funktional zurechtbiegen.
Framework-typisch bleibt man sich auch beim Mainboard treu: Wer mag, kann die Platine für 929 € einzeln kaufen und in ein eigenes Gehäuse verfrachten. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: Der RAM ist leider fest verlötet. Nachträgliches Aufrüsten fällt also flach, was bei einem sonst so modularen Gerät schon ein wenig schmerzt. Zudem gibt es nur einen PCIe-x4-Slot, eine klassische fette Grafikkarte bekommt man hier also nicht unter.
Preislich ist das Ganze kein Schnapper: Los geht es bei 1.279 €, und wer das volle Paket mit 128 GB RAM will, landet schnell bei 2.329 €. Die Nachfrage scheint aber riesig zu sein – die ersten Chargen für Q3 2025 sind bereits vergriffen.
Mein Fazit: Der Framework Desktop ist ein starkes Konzept für alle, die viel Leistung auf kleinstem Raum suchen und auf eine externe GPU verzichten können. Wer mit dem verlöteten Arbeitsspeicher leben kann, bekommt hier ein hochwertiges und extrem flexibles System.
Update 2026-01
Ich abe den Rechner aktuell noch einmal auf der Webseite von Frame.work konfiguriert. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Preis um über 100 Euro gestiegen ist. Verrückt, wie sehr der KI-Boom die Hardwarepreise beeinflusst.

