Die ersten Wochen mit dem neuen eBike

Empfang, erste Fahrten und Zubehörwahl fuer das neue eMTB

Die neuen Räder sind da! Und sie sind einfach nur geil. Kaum war der Mensch vom Lieferdienst wieder weg, wollten wir gleich die ersten Runden drehen, um Sattel und Lenker einzustellen. Ging nur leider nicht, weil die Akkus fast komplett leer waren.

Nach etwa einer Stunde an der Steckdose konnten wir dann aber endlich loslegen und die ersten Runden um den Block fahren. Da ich jetzt kein Citybike mehr habe, sondern ein Trekkingrad bzw. eMTB, ist die Sitzhaltung deutlich sportlicher – mehr nach vorne gelehnt, auf den Lenker abgestützt. Das wird die nächsten Tage mit Sicherheit noch Muskelkater geben.

Dazu kam, dass die Jungs vom Service vergessen hatten, den Dämpfungsblock für mein Gewicht (85–100 kg) einzubauen. Das war vorher vereinbart und sogar im Formular angekreuzt worden. Den musste ich dann selbst einsetzen. Das war eine ziemliche Kraftanstrengung – vor allem das Zusammendrücken der Trapezform und das Wiedereinsetzen des Bolzens war fummelig und hat eine ganze Weile gedauert bis ich das zusammen hatte.

Außerdem fand ich es merkwürdig, dass bei meinem Rad so eine kleine Tasche mit den Garantieunterlagen dabei war, beim Rad meiner Frau aber nicht. Auch haben wir keine Bedienungsanleitung gefunden. Ein kleines Heftchen oder wenigstens ein Zettel mit einem Link zur Herstellerseite wäre hilfreich gewesen.

Alles in allem sind wir aber sehr zufrieden und freuen uns auf die ersten gemeinsamen Touren. Meine erste Tour habe ich nämlich schon hinter mir. Besonders angetan bin ich dabei von der Beschleunigung. So ein Mittelmotor ist schon ordentlich ansaugstärker als ein Vorderradmotor. Das geht schon im Tour+-Modus richtig gut ab.

Gut finde ich auch die Bosch Flow App. Streckenplanung und Navigation sind damit kein Problem. Auch wenn ich heute nicht die kürzeste Strecke nach Hause gefahren bin, so habe ich durch die Routenführung heute ein paar schöne neue Plätze und Ausflugsziele entdeckt, die mitten in der Stadt liegen.

Erste Fahrt zur Arbeit

Heute das erste Mal mit dem neuen Rad zur Arbeit gefahren. Trotz der großen Reifen lässt es sich in der Stadt angenehm fahren. Ich überlege aber dennoch, ob ich die Stollenreifen gegen Straßenbereifung tauschen soll. Vor dem Rückweg habe ich den Lenker etwas höher gestellt. Das brachte ein klein wenig Erleichterung bei der Haltung. Allerdings waren dadurch natürlich alle anderen Bedienelemente nicht mehr optimal erreichbar. Weil mir das passende Werkzeug unterwegs fehlte, konnte ich das erst zu Hause richtig einstellen.

Nachdem alles soweit angepasst war, bin ich noch eine kleine Runde gefahren und habe auch gleich den neuen Helm ausprobiert: einen Bollé Halo React MIPS. Der sitzt gut und ist angenehm zu tragen. Günstig bekommen im Angebot – unter 100 Euro. Das war wirklich ein Schnäppchen.

Leider haben sie aber nur einen Helm geliefert. Die zweite Bestellung wurde storniert mit der Begründung, der Helm sei nicht mehr auf Lager. Schaut man jedoch auf der Webseite nach, ist er dort sehr wohl verfügbar – nur kostet er jetzt plötzlich 240 Euro. Das kommt einem schon etwas seltsam vor. Veräppeln kann ich mich auch selbst.

Sie hat sich jetzt stattdessen einen Helm von Livall bestellt. Vielleicht kommt er noch bis zum Wochenende, sodass wir gemeinsam fahren können.

Die richtige Fahrradtasche

Ich muss immer noch ein wenig an den Sitz- und Lenker-Einstellungen herumprobieren. So ganz optimal ist das alles noch nicht. Aber es wird. Schritt für Schritt.

Wir haben uns intensiv mit Fahrradtaschen beschäftigt. Da gibt es ja so viele – und so viele Details, über die man sich Gedanken machen kann: Haltbarkeit, Umweltfreundlichkeit, Alltagstauglichkeit, Tragekomfort … und und und. Abgesehen von den ganzen Produkten, gibt es noch mehr Videos mit noch mehr Meinungen. Letztendlich muss man aber doch einfach die nehmen, die am besten zu einem passt.

Wir haben uns schließlich für die folgenden zwei entschieden:

VAUDE ReCycle Back Single in Umbra – fasst wie eine klassische Einkaufstasche, sehr einfach abzunehmen und mit Tragegriffen super praktisch. Hier haben uns die Videos vom Kanal Olafs Pedal und Perspektive geholfen.

Valkental ValkPro 3in1 in Rot – ein flexibler Hybrid, den man ruckzuck zum Rucksack umfunktionieren kann. Geholfen haben mir dabei die Videos von Olaf und von Jens.

Den Valkental ValkPro 3in1-Rucksack habe ich für mich bestellt, einfach weil ich den wahrscheinlich häufiger brauchen werde. Die VAUDE-Tasche ist eher für meine Frau. Damit lässt sich super der Einkauf erledigen, den sie einfach öfter übernimmt. Aber am Ende ist das natürlich egal: Jeder nimmt einfach die Tasche, die für den jeweiligen Zweck besser passt.

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