Mittwoch, 11. März 2026 - Ausgebrannt?
Wenn die K.I. für dich arbeitet, sparst du Zeit – aber zahlst mit mentaler Kapazität. Ein ehrlicher Einblick in den Wahnsinn, vier Agenten gleichzeitig zu dirigieren, während die eigene Präsentation bedrohlich näher rückt.
Eigentlich bin ich mir unsicher, ob ich das hier überhaupt als Blogpost schreiben soll. Ich erzähle dir zwar von all den Dingen, aber zeigen kann ich gerade leider nichts – es ist alles noch „Work in Progress“. Aber heute ist schon Mittwoch, die Zeit vergeht wie im Fluge und ich muss es einfach mal loswerden: Ich fühle mich ein klein wenig ausgebrannt.
Das ist die Ironie, wenn man intensiv mit K.I.-Modellen arbeitet. Man lässt sie für sich schuften, hier ein Prompt, da ein Prompt. Ich lasse sie auf Forks meiner Projekte laufen und führe die Ergebnisse später einfach zusammen. Was ich dabei völlig unterschätzt habe, ist der enorme intellektuelle Aufwand, den man trotzdem selbst betreiben muss.
Das eigentliche Lösen von Problemen und das Austüfteln von Ansätzen nehmen einem die LLMs zwar ab – oft schneller und besser, als man es selbst könnte. Aber die Arbeit hat sich verschoben: weg vom Tippen, hin zum Orchestrieren. Während ein Agent am CSS schraubt, arbeitet der nächste an einem neuen Feature und ein dritter beobachtet alle Änderungen, um direkt die Dokumentation mitzuschreiben. Man steht in der Mitte, muss alles überwachen, kontrollieren und vor allem den Überblick behalten. Und mal ehrlich: Wie oft findet diese Kontrolle bei diesem Tempo eigentlich noch wirklich tiefgehend statt?
Gestern und heute habe ich noch extrem viel an der Demo für meine morgige Präsentation über OneNote und BookStack gearbeitet. Und wie das dann so ist: Auf den letzten Drücker fängt man an, noch Features einzubauen, die man selbst einfach geil findet, die aber eigentlich völlig unnötig sind. Man macht es dann trotzdem.
Immerhin rettet mich mein Setup: Die automatisierten Builds der Docker-Container laufen so reibungslos, dass ich – bis auf das Dashboard – absolut nichts mehr von Hand starten muss. In Codex habe ich die Umgebungen für BookStack mit MariaDB erstellen lassen, während in einem anderen Projekt das Dashboard entstand. Zeitweise habe ich an vier Demos gleichzeitig gearbeitet, jongliert zwischen VSCode-Chats, Codex-Fenstern und Browser-Tabs.
Hier ist der korrigierte Absatz im Markdown-Format:
Hier ist ein Diagramm, das den Aufbau der Demo und der Komponenten ganz gut beschreibt. Meine Skripte sind alle in Python geschrieben und erzeugen automatisch Bücher, Kapitel und Seiten. Sie importieren ganze Ordner mit Markdown-Dateien samt dazugehöriger Bilder und Anhänge. Auch das Dashboard wird mit einbezogen. Das ist aber eher ein kleines Gimmick oben drauf, um zu zeigen, was man mit den Webhooks von BookStack alles machen kann – es ist dabei einfach ein kleines bisschen „eskaliert“.
Man spart sich zwar das manuelle Coden, zahlt aber mit mentaler Kapazität. Morgen ist die Präsentation. Ich bin bereit, die Demo steht – aber mein Kopf könnte definitiv einen Reboot vertragen. Gut, dass das Wochenende vor der Tür steht und ich in der Heimat ein, zwei Tage abschalten kann.
