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    <title>Tools auf cbrueggenolte.de</title>
    <link>https://cbrueggenolte.de/tags/tools/</link>
    <description>Neueste Beiträge in Tools auf cbrueggenolte.de</description>
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    <managingEditor>96ca5227@cbrueggenolte.de (cbrueggenolte.de)</managingEditor>
    <webMaster>96ca5227@cbrueggenolte.de (cbrueggenolte.de)</webMaster>
    <copyright>2018-2026 cbrueggenolte</copyright>
    <lastBuildDate>Sun, 27 Sep 2026 12:00:00 +0200</lastBuildDate>
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    <item>
      <title>CLI-Tools, die ich im September gefunden habe</title>
      <link>https://cbrueggenolte.de/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/</link>
      <pubDate>Sun, 27 Sep 2026 12:00:00 +0200</pubDate><author>96ca5227@cbrueggenolte.de (cbrueggenolte.de)</author>
      <guid>https://cbrueggenolte.de/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Ich verbringe einen großen Teil meines Tages im Terminal.&#xA;Und wie wohl jeder, der das tut, bin ich ständig auf der Suche nach Dingen,&#xA;die mir die tägliche Arbeit ein bisschen leichter machen.&#xA;Kommandozeilen-Tools sind dafür für mich einfach unschlagbar.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Manche davon nutze ich wirklich jeden Tag,&#xA;andere hole ich nur raus, wenn ich ein ganz bestimmtes Problem habe.&#xA;Hier ist meine Liste – quer durch den Gemüsegarten:&#xA;Git, Docker, Netzwerk, Daten und inzwischen auch lokale KI.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich verbringe einen großen Teil meines Tages im Terminal.
Und wie wohl jeder, der das tut, bin ich ständig auf der Suche nach Dingen,
die mir die tägliche Arbeit ein bisschen leichter machen.
Kommandozeilen-Tools sind dafür für mich einfach unschlagbar.</p>
<p>Manche davon nutze ich wirklich jeden Tag,
andere hole ich nur raus, wenn ich ein ganz bestimmtes Problem habe.
Hier ist meine Liste – quer durch den Gemüsegarten:
Git, Docker, Netzwerk, Daten und inzwischen auch lokale KI.</p>
<p>Auch bemerke ich immer mehr, dass sehr viel mehr Menschen CLI Tools bevorzugen.
Viele Entwickler und Entwicklerinnen, die ich kenne, nutzen sie täglich.
Desktop-Apps sind oft überladen und berbrauchen zviel zu viele Ressourcen.
Ausserdem kann ich eine CLI auch auf einem Server nutzen, ohne dass ich eine GUI brauche.</p>
<h2 id="1-dnsglobe">1. DNSGlobe</h2>
<p><a href="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/dnsglobe-screenshot_hu_ca1bb0517f6464ee.webp"><img class="content-image" src="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/dnsglobe-screenshot_hu_caafc395f80bf28b.webp" alt="DNSGlobe Screenshot" loading="lazy" width="1440" height="677" /></a></p>
<p><a href="https://github.com/514-labs/dnsglobe">dnsglobe</a> ist ein DNS Propagation Checker und ein DNS Lookup Tool.
Betrachte deine DNS Einträge auf einer Weltkarte in deinem Terminal.
Es sind 34 öffentliche DNS Resolver voreingestellt, die du abfragen kannst.
Abgesehen davon kannst du auch eigene Resolver hinzufügen.</p>
<p>Installieren kannst du es mit dem Befehl:</p>





<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">brew install dnsglobe   <span class="c1"># Homebrew (macOS/Linux)</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl">cargo install dnsglobe               <span class="c1"># from crates.io</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">3</span><span class="cl">yay -S dnsglobe                      <span class="c1"># from archlinux aur (compile from source)</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">4</span><span class="cl">yay -S dnsglobe-bin                  <span class="c1"># from archlinux aur (install prebuilt binary)</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">5</span><span class="cl">nix run github:514-labs/dnsglobe     <span class="c1"># Nix flakes (builds from source)</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">6</span><span class="cl">x eget use 514-labs/dnsglobe         <span class="c1"># from (from its GitHub release)</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">7</span><span class="cl"><span class="c1"># or grab a prebuilt binary from the GitHub Releases page</span></span></span></code></pre></div><p>Und starten kannst du es so:</p>





<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">dnsglobe                            <span class="c1"># start empty, type a domain</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl">dnsglobe example.com                <span class="c1"># query immediately and watch</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">3</span><span class="cl">dnsglobe example.com TXT            <span class="c1"># same, starting on TXT records</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">4</span><span class="cl">dnsglobe --once example.com TXT     <span class="c1"># no TUI: print results, exit (for scripts)</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">5</span><span class="cl">dnsglobe example.com --ecs 203.0.113.0/24        <span class="c1"># see the zone as that client network does</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">6</span><span class="cl">dnsglobe --once example.com --ecs 203.0.113.0/24,198.51.100.0/24
</span></span><span class="line"><span class="ln">7</span><span class="cl">                                    <span class="c1"># one table per subnet + a convergence summary</span></span></span></code></pre></div><p><a href="https://github.com/514-labs/dnsglobe">dnsglobe</a> - Global DNS propagation checker TUI — watch a DNS record propagate across 34 public resolvers worldwide, on a world map in your terminal</p>
<h2 id="2-oxker">2. Oxker</h2>
<p><a href="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/oxker-screenshot_hu_360e77b775e5338e.webp"><img class="content-image" src="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/oxker-screenshot_hu_5c997ed911da0f21.webp" alt="Oxker Screenshot" loading="lazy" width="1440" height="822" /></a></p>
<p>Die Verwaltung von Docker-Containern im Terminal braucht
oft mehrere Befehle, um den Überblick zu behalten.</p>
<p><a href="https://github.com/mrjackwills/oxker">Oxker</a> vereinfacht das.
Es bündelt die wichtigsten Funktionen in einer einzigen
Konsolen-App. Du kannst Container anzeigen, ihre
Ressourcennutzung prüfen, Logs ansehen und verwalten,
ohne ständig neue Befehle einzutippen.</p>
<p>Zusätzlich lassen sich Container direkt über die
Benutzeroberfläche starten, stoppen oder neu starten.
Damit entfallen ständige ID-Kopieraktionen und das Openen
mehrerer Fenster. Gerade bei der Fehlersuche ist das ein
praktischer Vorteil.</p>
<p>Wenn du Logs und Status schnell prüfen willst, ohne immer
wieder Docker-Befehle zu tippen, ist Oxker eine sehr
effiziente Lösung.</p>
<p><a href="https://github.com/mrjackwills/oxker">Oxker</a> - A simple tui to view &amp; control docker containers</p>
<h2 id="3-croc">3. Croc</h2>
<p><a href="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/croc-demo.gif"><img class="content-image" src="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/croc-demo.gif" alt="Croc Demo Gif" loading="lazy" width="800" height="450" /></a></p>
<p>Dateien zwischen zwei Computern zu senden ist nicht immer
Einfach. Manchmal braucht es SSH-Zugriff, Schlüssel,
oder Port-Weiterleitungen, bevor ein Transfer klappt.</p>
<p><a href="https://github.com/schollz/croc">Croc</a> vereinfacht das. Du kannst Dateien und Ordner direkt
vom Terminal zwischen Rechnern verschieben. Die Übertragung
ist Ende-zu-Ende verschlüsselt, unterstützt mehrere
Dateien und kann nach einer Unterbrechung fortgesetzt
werden.</p>
<p>Croc ist ideal, wenn du Dateien schnell und ohne aufwendige
Netzwerk-Konfiguration austauschen möchtest.</p>
<p><a href="https://github.com/schollz/croc">Croc</a> - Easily and securely send things from one computer to another 🐊 📦</p>
<h2 id="4-worktrunk">4. Worktrunk</h2>
<p><a href="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/worktrunk-demo.gif"><img class="content-image" src="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/worktrunk-demo.gif" alt="Worktrunk Demo" loading="lazy" width="1600" height="900" /></a></p>
<p>Worktrunk ist ein Tool zur Verwaltung von Git-Worktrees im
Terminal. Es macht es einfacher, mehrere Worktrees zu
erstellen, zwischen ihnen zu wechseln und sie zu verwalten,
wenn man parallel an verschiedenen Aufgaben arbeitet.</p>
<p>Mit Befehlen wie <code>wt switch</code>, <code>wt list</code> und <code>wt remove</code>
kannst du Worktrees schnell anlegen, wechseln, prüfen und
aufräumen. Das Tool unterstützt außerdem Hooks, Merge-
Workflows, interaktive Worktree-Navigation, gemeinsame Build-
Caches und Integrationen, mit denen du Agenten wie Claude
Code direkt aus einem Worktree starten kannst.</p>
<p><a href="https://github.com/max-sixty/worktrunk">Worktrunk</a> - Worktrunk is a CLI for Git worktree management, designed for parallel AI agent workflows.</p>
<h2 id="5-yq">5. Yq</h2>
<p><a href="/images/yq-screenshot.png"><img class="content-image" src="images/yq-screenshot.png" alt="Yq Screenshot" loading="lazy" /></a></p>
<p>Wenn du mit YAML-Dateien im Terminal arbeitest, musst du oft
immer wieder Datei öffnen, Wert finden, ändern und dann
wieder speichern. yq macht diese kleinen Aufgaben deutlich
schneller und komfortabler direkt in der Kommandozeile.</p>
<p>Du kannst damit strukturierte Daten wie YAML, JSON, XML,
CSV und TOML einfach lesen, filtern, aktualisieren,
zusammenführen und konvertieren. yq ist besonders praktisch,
wenn du Konfigurationsdateien, Skripte oder CI/CD-Pipelines
bearbeitest und Werte schnell auslesen oder ändern willst,
ohne die Datei manuell zu editieren.</p>
<h2 id="6-gitlogue">6. Gitlogue</h2>
<p><a href="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/gitlogue-screenshot_hu_35c5ba352aaaf435.webp"><img class="content-image" src="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/gitlogue-screenshot_hu_eb23243f8e8e08b2.webp" alt="Gitlogue Screenshot" loading="lazy" width="1440" height="766" /></a></p>
<p>Das Durchsehen von Git-Protokollen und Diffs kann zwar Aufschluss über Änderungen geben,
bietet aber nicht immer ein umfassendes Verständnis der Entwicklung eines Projekts im Laufe der Zeit.
Gitlogue löst dieses Problem, indem es Ihren Commit-Verlauf in eine animierte Wiederholung umwandelt,
sodass Sie die Entwicklung Ihrer Codebasis direkt vom Terminal aus Schritt für Schritt verfolgen können.</p>
<p>Gitlogue ist besonders nützlich, wenn Sie die Entwicklung Ihres Projekts im Allgemeinen überprüfen möchten,
anstatt jeden einzelnen Commit einzeln zu untersuchen.
Es bietet einen klareren und prägnanteren Überblick über Ihren Git-Verlauf und
erleichtert so das Verständnis der Entwicklung Ihres Projekts im Laufe der Zeit.</p>
<p><a href="https://github.com/unhappychoice/gitlogue">Gitlogue</a> - A cinematic Git commit replay tool for the terminal, turning your Git history into a living, animated story.</p>
<h2 id="7-visidata">7. Visidata</h2>
<p><a href="/images/visidata-screenshot.png"><img class="content-image" src="images/visidata-screenshot.png" alt="Visidata Screenshot" loading="lazy" /></a></p>
<p>Wenn du eine CSV-Datei schnell ansehen oder filtern willst,
ist die Arbeit mit strukturierten Daten im Terminal oft
nicht besonders angenehm. Mit VisiData kannst du Datensätze
sofort direkt im Terminal erkunden und analysieren.</p>
<p>VisiData bietet eine Tabellenoberfläche mit Funktionen zum
Sortieren, Filtern, Bearbeiten und Arbeiten mit Daten. Es
erspart dir oft das Kombinieren mehrerer Tools wie <code>awk</code>,
<code>sed</code> und <code>jq</code>, wenn du einen Datensatz schnell
überprüfen willst.</p>
<p><a href="https://github.com/saulpw/visidata">VisiData</a> - A terminal spreadsheet multitool for discovering and arranging data</p>
<h2 id="8-kondo">8. Kondo</h2>
<p><a href="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/kondo-screenshot_hu_edc05db5ef670176.webp"><img class="content-image" src="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/kondo-screenshot_hu_9502ffab336b7fa0.webp" alt="Kondo Screenshot" loading="lazy" width="1440" height="867" /></a></p>
<p>Wenn du an mehreren Projekten arbeitest, können Build-Dateien,
Abhängigkeiten und generierte Dateien still und leise viel
Platz verschwenden. Ordner wie <code>node_modules</code> oder <code>build</code>
manuell zu finden, kostet Zeit.</p>
<p>Mit <a href="https://github.com/tbillington/kondo">kondo</a> kannst du
Projekte direkt aus dem Terminal aufräumen. Es scannt deine
Projekte nach unnötigen Build-Artefakten und Abhängigkeiten
und zeigt dir an, was du entfernen kannst, um Speicherplatz
freizugeben.</p>
<p>Es zeigt auch, wie viel Platz diese Dateien einnehmen, und du
kannst auswählen, was du entfernen willst. Kondo unterstützt
verschiedene Sprachen und Frameworks und ist deshalb sehr
nützlich, um alte Abhängigkeiten und Build-Dateien im Laufe
der Zeit aufzuräumen.</p>
<p>Ein Wort der Warnung: Kondo ist im nichts anderes als &ldquo;rm -rf&rdquo;.
Benutzte es mit Vorsicht. Immer ein Backup deiner Projekte haben.</p>
<p><a href="https://github.com/tbillington/kondo">kondo</a> - A command-line tool for cleaning up dependencies and build artifacts from your projects.</p>
<h2 id="9-grex">9. Grex</h2>
<p><a href="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/grex-demo.gif"><img class="content-image" src="/cli-tools-die-ich-im-september-gefunden-habe/images/grex-demo.gif" alt="Grex Demo" loading="lazy" width="1200" height="850" /></a></p>
<p>Reguläre Ausdrücke zu schreiben ist nicht immer einfach.
Man weiß oft, was man abgleichen will, braucht aber dennoch
Zeit, um das richtige Muster und die passende Syntax zu
finden.</p>
<p><a href="https://github.com/pemistahl/grex">grex</a> macht das leichter.
Du gibst ihm Beispiel-Strings, die du abgleichen willst, und
es erzeugt automatisch ein passendes Muster. So musst du die
Regex nicht selbst schreiben.</p>
<p>Das Tool unterstützt auch Unicode, inklusive Zeichen außerhalb
von einfachem ASCII. grex ist deshalb nützlich für
Eingabevalidierung, Log-Parsing, Textverarbeitung und andere
Aufgaben, bei denen Muster abgeglichen werden müssen.</p>
<p><a href="https://github.com/pemistahl/grex">Grex</a> - A command-line tool and Rust library with Python bindings for generating regular expressions from user-provided test cases.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Jan AI: Meine Erfahrungen mit der lokalen LLM-Desktop-App nach ein paar Monaten</title>
      <link>https://cbrueggenolte.de/jan-ai/</link>
      <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 12:18:36 +0200</pubDate><author>96ca5227@cbrueggenolte.de (cbrueggenolte.de)</author>
      <guid>https://cbrueggenolte.de/jan-ai/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Ich nutze &lt;a href=&#34;https://github.com/janhq/jan&#34;&gt;Jan&lt;/a&gt; jetzt seit ein paar Monaten auf meinem Rechner und wollte mal ein kurzes Fazit ziehen. Wer mein Setup kennt, weiß: Ich behalte gerne die Kontrolle über meine Daten und setze wo immer möglich auf lokale KI-Lösungen. Jan ist genau dafür gebaut – eine Open-Source-Alternative (AGPLv3) zu den großen Cloud-Anbietern, die komplett offline läuft.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Besonders eine Sache habe ich in der letzten Zeit im Arbeitsalltag extrem zu schätzen gelernt: die &lt;strong&gt;Assistenten-Funktion&lt;/strong&gt;. Die Möglichkeit, sich spezifische Agenten für unterschiedliche Aufgabenbereiche (z. B. gezieltes Code-Review, Brainstorming oder als Refactoring-Helfer) mit eigenen System-Prompts vorzukonfigurieren, beschleunigt den Workflow enorm.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich nutze <a href="https://github.com/janhq/jan">Jan</a> jetzt seit ein paar Monaten auf meinem Rechner und wollte mal ein kurzes Fazit ziehen. Wer mein Setup kennt, weiß: Ich behalte gerne die Kontrolle über meine Daten und setze wo immer möglich auf lokale KI-Lösungen. Jan ist genau dafür gebaut – eine Open-Source-Alternative (AGPLv3) zu den großen Cloud-Anbietern, die komplett offline läuft.</p>
<p>Besonders eine Sache habe ich in der letzten Zeit im Arbeitsalltag extrem zu schätzen gelernt: die <strong>Assistenten-Funktion</strong>. Die Möglichkeit, sich spezifische Agenten für unterschiedliche Aufgabenbereiche (z. B. gezieltes Code-Review, Brainstorming oder als Refactoring-Helfer) mit eigenen System-Prompts vorzukonfigurieren, beschleunigt den Workflow enorm.</p>
<p>Anders als LM Studio (Closed-Source) oder Ollama (klarer Fokus auf CLI) bringt Jan eine aufgeräumte grafische Oberfläche mit echter Open-Source-Transparenz und einer eigenen Plugin-Architektur mit.</p>
<h4 id="warum-jan-ai-aktuell-in-meinem-werkzeugkasten-liegt">Warum Jan AI aktuell in meinem Werkzeugkasten liegt</h4>
<ul>
<li><strong>Offline-First:</strong> Einmal das Modell (z. B. als GGUF) geladen, bleibt der gesamte Traffic auf meiner Maschine. Keine Telemetrie, keine Überraschungen.</li>
<li><strong>Die Assistenten:</strong> Mein persönliches Highlight. Verschiedene &ldquo;Personas&rdquo; lassen sich sauber trennen und per Klick umschalten, ohne dass ich jedes Mal den Kontext neu definieren muss.</li>
<li><strong>Ressourcenschonend:</strong> Basiert auf <code>llama.cpp</code> und greift direkt auf die Hardware-Beschleunigung (Metal, CUDA, Vulkan) zu.</li>
<li><strong>Nahtlose Remote-Provider:</strong> Auch wenn mein Ansatz ganz klar &ldquo;Local First&rdquo; ist, gibt es komplexe Aufgaben, für die man doch mal auf die großen Modelle der KI-Unternehmen zurückgreifen muss. Jan macht das extrem flexibel: Neben Anbietern wie Gemini oder LM Studio f0rge lassen sich unzählige weitere Remote-APIs wie OpenAI, Anthropic, Mistral, Groq, xAI, MLX, Azure, Hugging Face, NVIDIA NIM oder OpenRouter zuschalten (wie auch in <code>image_1567fe.png</code> zu sehen). Das Geniale daran: Man bleibt in derselben UI und nutzt seine perfekt konfigurierten lokalen Assistenten einfach temporär mit einem Cloud-Modell.</li>
</ul>
<h4 id="der-local-api-server">Der Local API Server</h4>
<p>Für Skripte und kleine Automatisierungen bringt Jan einen echten Vorteil mit: einen lokalen, OpenAI-kompatiblen API-Endpunkt.</p>
<ol>
<li>In den Settings den <strong>Local API Server</strong> aktivieren.</li>
<li>Der Dienst lauscht standardmäßig auf <code>http://localhost:1337</code>.</li>
</ol>
<p>Das lässt sich ganz simpel testen:</p>





<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">curl http://localhost:1337/v1/chat/completions <span class="se">\
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl">  -H <span class="s2">&#34;Content-Type: application/json&#34;</span> <span class="se">\
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">3</span><span class="cl">  -d <span class="s1">&#39;{
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">4</span><span class="cl"><span class="s1">    &#34;model&#34;: &#34;your-model-id&#34;,
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">5</span><span class="cl"><span class="s1">    &#34;messages&#34;: [{&#34;role&#34;: &#34;user&#34;, &#34;content&#34;: &#34;Hello&#34;}]
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">6</span><span class="cl"><span class="s1">  }&#39;</span></span></span></code></pre></div><p>Das funktioniert perfekt als lokales Drop-in-Replacement für IDE-Plugins oder Kommandozeilen-Tools, die eigentlich nach einem OpenAI-Key verlangen. Man verbiegt einfach die Base-URL auf localhost.</p>
<h4 id="jan-vs-lm-studio-vs-ollama">Jan vs. LM Studio vs. Ollama</h4>
<p>Je nach Einsatzzweck haben alle Tools ihre Berechtigung. Hier meine aktuelle Einordnung:</p>
<table>
	<thead>
			<tr>
					<th style="text-align: left">Feature</th>
					<th style="text-align: left">Jan</th>
					<th style="text-align: left">LM Studio</th>
					<th style="text-align: left">Ollama</th>
			</tr>
	</thead>
	<tbody>
			<tr>
					<td style="text-align: left"><strong>Lizenz</strong></td>
					<td style="text-align: left">AGPLv3 (Open-Source)</td>
					<td style="text-align: left">Proprietär (Freeware)</td>
					<td style="text-align: left">MIT (Open-Source)</td>
			</tr>
			<tr>
					<td style="text-align: left"><strong>Fokus</strong></td>
					<td style="text-align: left">Desktop GUI, Assistenten, Offenheit</td>
					<td style="text-align: left">Desktop GUI, schnelle Modell-Tests</td>
					<td style="text-align: left">CLI, API-Serving im Cluster</td>
			</tr>
			<tr>
					<td style="text-align: left"><strong>Extensions</strong></td>
					<td style="text-align: left">Ja</td>
					<td style="text-align: left">Ja</td>
					<td style="text-align: left">Nein</td>
			</tr>
	</tbody>
</table>
<h4 id="mein-fazit">Mein Fazit</h4>
<p>Wer primär schnelle, leichtgewichtige API-Endpunkte für Skripte oder zentrale Deployments sucht, ist mit Ollama nach wie vor gut bedient. Würde ich jedoch in 2026 immer direkt zu llama.cpp greifen weil es einfach flexibler ist. Für den Desktop-Einsatz als täglicher Begleiter hat Jan bei mir mittlerweile aber einen festen Platz – gerade wegen der sauberen Open-Source-Natur, der starken Assistenten-Verwaltung und der Flexibilität, bei Bedarf unkompliziert die großen Cloud-Modelle einzubinden.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
  </channel>
</rss>
