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    <title>KI auf cbrueggenolte.de</title>
    <link>https://cbrueggenolte.de/tags/ki/</link>
    <description>Neueste Beiträge in KI auf cbrueggenolte.de</description>
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    <copyright>2018-2026 cbrueggenolte</copyright>
    <lastBuildDate>Sun, 28 Jun 2026 12:18:36 +0200</lastBuildDate>
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    <item>
      <title>Jan AI: Meine Erfahrungen mit der lokalen LLM-Desktop-App nach ein paar Monaten</title>
      <link>https://cbrueggenolte.de/jan-ai/</link>
      <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 12:18:36 +0200</pubDate><author>96ca5227@cbrueggenolte.de (cbrueggenolte.de)</author>
      <guid>https://cbrueggenolte.de/jan-ai/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Ich nutze &lt;a href=&#34;https://github.com/janhq/jan&#34;&gt;Jan&lt;/a&gt; jetzt seit ein paar Monaten auf meinem Rechner und wollte mal ein kurzes Fazit ziehen. Wer mein Setup kennt, weiß: Ich behalte gerne die Kontrolle über meine Daten und setze wo immer möglich auf lokale KI-Lösungen. Jan ist genau dafür gebaut – eine Open-Source-Alternative (AGPLv3) zu den großen Cloud-Anbietern, die komplett offline läuft.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Besonders eine Sache habe ich in der letzten Zeit im Arbeitsalltag extrem zu schätzen gelernt: die &lt;strong&gt;Assistenten-Funktion&lt;/strong&gt;. Die Möglichkeit, sich spezifische Agenten für unterschiedliche Aufgabenbereiche (z. B. gezieltes Code-Review, Brainstorming oder als Refactoring-Helfer) mit eigenen System-Prompts vorzukonfigurieren, beschleunigt den Workflow enorm.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich nutze <a href="https://github.com/janhq/jan">Jan</a> jetzt seit ein paar Monaten auf meinem Rechner und wollte mal ein kurzes Fazit ziehen. Wer mein Setup kennt, weiß: Ich behalte gerne die Kontrolle über meine Daten und setze wo immer möglich auf lokale KI-Lösungen. Jan ist genau dafür gebaut – eine Open-Source-Alternative (AGPLv3) zu den großen Cloud-Anbietern, die komplett offline läuft.</p>
<p>Besonders eine Sache habe ich in der letzten Zeit im Arbeitsalltag extrem zu schätzen gelernt: die <strong>Assistenten-Funktion</strong>. Die Möglichkeit, sich spezifische Agenten für unterschiedliche Aufgabenbereiche (z. B. gezieltes Code-Review, Brainstorming oder als Refactoring-Helfer) mit eigenen System-Prompts vorzukonfigurieren, beschleunigt den Workflow enorm.</p>
<p>Anders als LM Studio (Closed-Source) oder Ollama (klarer Fokus auf CLI) bringt Jan eine aufgeräumte grafische Oberfläche mit echter Open-Source-Transparenz und einer eigenen Plugin-Architektur mit.</p>
<h4 id="warum-jan-ai-aktuell-in-meinem-werkzeugkasten-liegt">Warum Jan AI aktuell in meinem Werkzeugkasten liegt</h4>
<ul>
<li><strong>Offline-First:</strong> Einmal das Modell (z. B. als GGUF) geladen, bleibt der gesamte Traffic auf meiner Maschine. Keine Telemetrie, keine Überraschungen.</li>
<li><strong>Die Assistenten:</strong> Mein persönliches Highlight. Verschiedene &ldquo;Personas&rdquo; lassen sich sauber trennen und per Klick umschalten, ohne dass ich jedes Mal den Kontext neu definieren muss.</li>
<li><strong>Ressourcenschonend:</strong> Basiert auf <code>llama.cpp</code> und greift direkt auf die Hardware-Beschleunigung (Metal, CUDA, Vulkan) zu.</li>
<li><strong>Nahtlose Remote-Provider:</strong> Auch wenn mein Ansatz ganz klar &ldquo;Local First&rdquo; ist, gibt es komplexe Aufgaben, für die man doch mal auf die großen Modelle der KI-Unternehmen zurückgreifen muss. Jan macht das extrem flexibel: Neben Anbietern wie Gemini oder LM Studio f0rge lassen sich unzählige weitere Remote-APIs wie OpenAI, Anthropic, Mistral, Groq, xAI, MLX, Azure, Hugging Face, NVIDIA NIM oder OpenRouter zuschalten (wie auch in <code>image_1567fe.png</code> zu sehen). Das Geniale daran: Man bleibt in derselben UI und nutzt seine perfekt konfigurierten lokalen Assistenten einfach temporär mit einem Cloud-Modell.</li>
</ul>
<h4 id="der-local-api-server">Der Local API Server</h4>
<p>Für Skripte und kleine Automatisierungen bringt Jan einen echten Vorteil mit: einen lokalen, OpenAI-kompatiblen API-Endpunkt.</p>
<ol>
<li>In den Settings den <strong>Local API Server</strong> aktivieren.</li>
<li>Der Dienst lauscht standardmäßig auf <code>http://localhost:1337</code>.</li>
</ol>
<p>Das lässt sich ganz simpel testen:</p>





<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">curl http://localhost:1337/v1/chat/completions <span class="se">\
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl">  -H <span class="s2">&#34;Content-Type: application/json&#34;</span> <span class="se">\
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">3</span><span class="cl">  -d <span class="s1">&#39;{
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">4</span><span class="cl"><span class="s1">    &#34;model&#34;: &#34;your-model-id&#34;,
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">5</span><span class="cl"><span class="s1">    &#34;messages&#34;: [{&#34;role&#34;: &#34;user&#34;, &#34;content&#34;: &#34;Hello&#34;}]
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">6</span><span class="cl"><span class="s1">  }&#39;</span></span></span></code></pre></div><p>Das funktioniert perfekt als lokales Drop-in-Replacement für IDE-Plugins oder Kommandozeilen-Tools, die eigentlich nach einem OpenAI-Key verlangen. Man verbiegt einfach die Base-URL auf localhost.</p>
<h4 id="jan-vs-lm-studio-vs-ollama">Jan vs. LM Studio vs. Ollama</h4>
<p>Je nach Einsatzzweck haben alle Tools ihre Berechtigung. Hier meine aktuelle Einordnung:</p>
<table>
	<thead>
			<tr>
					<th style="text-align: left">Feature</th>
					<th style="text-align: left">Jan</th>
					<th style="text-align: left">LM Studio</th>
					<th style="text-align: left">Ollama</th>
			</tr>
	</thead>
	<tbody>
			<tr>
					<td style="text-align: left"><strong>Lizenz</strong></td>
					<td style="text-align: left">AGPLv3 (Open-Source)</td>
					<td style="text-align: left">Proprietär (Freeware)</td>
					<td style="text-align: left">MIT (Open-Source)</td>
			</tr>
			<tr>
					<td style="text-align: left"><strong>Fokus</strong></td>
					<td style="text-align: left">Desktop GUI, Assistenten, Offenheit</td>
					<td style="text-align: left">Desktop GUI, schnelle Modell-Tests</td>
					<td style="text-align: left">CLI, API-Serving im Cluster</td>
			</tr>
			<tr>
					<td style="text-align: left"><strong>Extensions</strong></td>
					<td style="text-align: left">Ja</td>
					<td style="text-align: left">Ja</td>
					<td style="text-align: left">Nein</td>
			</tr>
	</tbody>
</table>
<h4 id="mein-fazit">Mein Fazit</h4>
<p>Wer primär schnelle, leichtgewichtige API-Endpunkte für Skripte oder zentrale Deployments sucht, ist mit Ollama nach wie vor gut bedient. Würde ich jedoch in 2026 immer direkt zu llama.cpp greifen weil es einfach flexibler ist. Für den Desktop-Einsatz als täglicher Begleiter hat Jan bei mir mittlerweile aber einen festen Platz – gerade wegen der sauberen Open-Source-Natur, der starken Assistenten-Verwaltung und der Flexibilität, bei Bedarf unkompliziert die großen Cloud-Modelle einzubinden.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Verstehen, bevor ich automatisiere</title>
      <link>https://cbrueggenolte.de/verstehen-bevor-ich-automatisiere/</link>
      <pubDate>Wed, 18 Feb 2026 19:19:37 +0100</pubDate><author>96ca5227@cbrueggenolte.de (cbrueggenolte.de)</author>
      <guid>https://cbrueggenolte.de/verstehen-bevor-ich-automatisiere/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Ich versuche seit geraumer Zeit, mich wirklich hinzusetzen und Golang zu lernen.&#xA;Grundlagen verstehen. Nicht nur anwenden, sondern wirklich begreifen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Und dann taucht das nächste Bootcamp auf.&#xA;Alles mit KI. Alles automatisiert.&#xA;„Warum noch selbst programmieren, wenn das System den Code für dich schreibt?“&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich bin ehrlich gesagt ein wenig hin- und hergerissen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Einerseits faszinieren mich die Möglichkeiten.&#xA;Die Tools sind beeindruckend, und es wäre naiv, das zu ignorieren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Andererseits frage ich mich, ob wir gerade dabei sind, uns selbst aus der Gleichung zu nehmen.&#xA;Ob wir noch bauen – oder nur noch prompten?&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich versuche seit geraumer Zeit, mich wirklich hinzusetzen und Golang zu lernen.
Grundlagen verstehen. Nicht nur anwenden, sondern wirklich begreifen.</p>
<p>Und dann taucht das nächste Bootcamp auf.
Alles mit KI. Alles automatisiert.
„Warum noch selbst programmieren, wenn das System den Code für dich schreibt?“</p>
<p>Ich bin ehrlich gesagt ein wenig hin- und hergerissen.</p>
<p>Einerseits faszinieren mich die Möglichkeiten.
Die Tools sind beeindruckend, und es wäre naiv, das zu ignorieren.</p>
<p>Andererseits frage ich mich, ob wir gerade dabei sind, uns selbst aus der Gleichung zu nehmen.
Ob wir noch bauen – oder nur noch prompten?</p>
<p>Da klingt der Satz</p>
<blockquote>
<p>Wenn du nicht der KI-Revolution beitrittst, wirst du überflüssig und zurückgelassen.</p>
</blockquote>
<p>plötzlich nicht mehr ganz so motivierend.</p>
<p>Vielleicht ist genau das die eigentliche Frage:
Wie viel KI ist sinnvoll?
Und wo beginnt sie, unsere eigene Kompetenz zu ersetzen?</p>
<p>Noch habe ich ein paar Tage Zeit, bis das neue <a href="https://bootcamp.dev">Bootcamp</a> startet.
Dennoch habe ich mich noch nicht entschieden.</p>
<p>Ich tendiere allerdings dazu, teilzunehmen –
allein um zu sehen, wie die KI-Integration dort tatsächlich aussieht
und um einschätzen zu können, ob das wirklich substanziell ist
oder doch eher gut verpacktes Marketing.</p>
<p>Ich will verstehen, bevor ich automatisiere.
Ich will bauen können, bevor ich delegiere.
Wenn KI ein Werkzeug ist, dann will ich es führen –
nicht von ihm geführt werden.
Vielleicht ist genau das die Kompetenz, die in Zukunft zählt.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Ki, Klima und die Frage der Verhältnismäßigkeit</title>
      <link>https://cbrueggenolte.de/ki-klima-und-die-frage-der-verhaeltnismaessigkeit/</link>
      <pubDate>Thu, 22 Jan 2026 18:53:49 +0100</pubDate><author>96ca5227@cbrueggenolte.de (cbrueggenolte.de)</author>
      <guid>https://cbrueggenolte.de/ki-klima-und-die-frage-der-verhaeltnismaessigkeit/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Der Ausgangspunkt war banal: Bilder aus Kamtschatka, außergewöhnliche&#xA;Schneemassen, ein kurzer Austausch im Chat.&#xA;Denn wie so oft blieb es nicht bei der Beobachtung eines Extremereignisses.&#xA;Schnell drehte sich die Diskussion um den Klimadiskurs, um KI-generierte&#xA;Inhalte – und um die Frage, ob und wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz&#xA;selbst Teil des Problems ist.&#xA;&lt;a href=&#34;https://www.mimikama.org/kamtschatka-versinkt-nicht-in-schneemassen/&#34; title=&#34;Nein, Kamtschatka versinkt nicht in hochhaushohen Schneemassen.&#34;&gt;mimikama.at - &amp;ldquo;Nein, Kamtschatka versinkt nicht in hochhaushohen Schneemassen.&amp;rdquo;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Kaum ein Thema wird derzeit so moralisch aufgeladen diskutiert wie KI im Kontext&#xA;des Klimaschutzes oder KI im Allgemeine.&#xA;Zwischen Totalverzicht und&#xA;blindem Technikoptimismus geht dabei häufig etwas Entscheidendes verloren:&#xA;die Frage der Verhältnismäßigkeit.&#xA;Nicht jede Nutzung ist automatisch verantwortungslos,&#xA;nicht jeder Einsatz gesellschaftlich schädlich.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Der Ausgangspunkt war banal: Bilder aus Kamtschatka, außergewöhnliche
Schneemassen, ein kurzer Austausch im Chat.
Denn wie so oft blieb es nicht bei der Beobachtung eines Extremereignisses.
Schnell drehte sich die Diskussion um den Klimadiskurs, um KI-generierte
Inhalte – und um die Frage, ob und wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz
selbst Teil des Problems ist.
<a href="https://www.mimikama.org/kamtschatka-versinkt-nicht-in-schneemassen/" title="Nein, Kamtschatka versinkt nicht in hochhaushohen Schneemassen.">mimikama.at - &ldquo;Nein, Kamtschatka versinkt nicht in hochhaushohen Schneemassen.&rdquo;</a></p>
<p>Kaum ein Thema wird derzeit so moralisch aufgeladen diskutiert wie KI im Kontext
des Klimaschutzes oder KI im Allgemeine.
Zwischen Totalverzicht und
blindem Technikoptimismus geht dabei häufig etwas Entscheidendes verloren:
die Frage der Verhältnismäßigkeit.
Nicht jede Nutzung ist automatisch verantwortungslos,
nicht jeder Einsatz gesellschaftlich schädlich.</p>
<p>Ich bestreite nicht, dass KI erhebliche ökologische Kosten verursachen kann.
Rechenzentren, Energieverbrauch, Rebound-Effekte – all das ist real und relevant.
Problematisch wird es dort, wo KI massenhaft, automatisiert
und ohne jeden Mehrwert eingesetzt wird:
tausende KI-generierte Bilder, Videos und Texte pro Stunde,
oft zur Irreführung, für Hass, Hetze oder schlicht bedeutungslosen AI-Slop.
Genau dort liegt für mich das strukturelle Problem.</p>
<p>Mein eigener Einsatz von KI sieht anders aus.
Ich nutze sie überwiegend lokal und gezielt als Werkzeug:
zum Zusammenfassen, Korrekturlesen, Strukturieren von Texten.
Punktuell, bewusst und mit klarer Funktion.
Ja, auch ich habe aus Neugier ein paar Bilder generiert – ein paar Mal, zum Spaß.
Verantwortung bedeutet für mich Maß zu halten,
nicht jede technisch mögliche Nutzung auch auszureizen.</p>
<p>In der Debatte wird häufig das Argument der Zeitersparnis
als moralisch unzulässig abgetan.
Das halte ich für unehrlich.
Zeit ist eine begrenzte Ressource,
und niemand muss sich dafür schämen, sie sinnvoll einsetzen zu wollen.
Mehr Zeit für Familie, Freunde oder Erholung ist kein triviales Komfortargument,
sondern Teil realer Lebensentscheidungen.
Wir alle bewegen uns ständig in Zielkonflikten zwischen
Arbeit, Einkommen, ökologischer Verantwortung und sozialem Leben.</p>
<p>So zu tun,
als ließen sich diese Konflikte durch individuellen Verzicht vollständig auflösen,
greift zu kurz.
Ja, wir handeln alle in gewissem Maße eigennützig.
Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie.
Ob wir Ressourcen verschwenderisch einsetzen oder bewusst.
Ob wir Werkzeuge industrialisieren oder maßvoll nutzen.</p>
<p>Klimaschutz ist mir wichtig.
Verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen ebenso.
Für mich bedeutet das nicht pauschale Ablehnung von KI,
sondern ein reflektierter Umgang:
keine KI-Agenten, die hunderttausende Inhalte produzieren,
keine gedankenlose Dauerbeschallung des Netzes,
kein technologischer Selbstzweck.
Sondern Nutzung dort, wo sie sinnvoll ist – und Zurückhaltung dort,
wo sie es nicht ist.</p>
<p>Vielleicht mag dieser Text banal oder zu kurz gedacht klingen.
Doch mir war es wichtig, ihn zu schreiben.
Verhältnismäßigkeit ist kein Ausweichen vor Verantwortung –
sie ist eine Voraussetzung dafür, sie ernsthaft wahrzunehmen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die Transparenzsuchmaschine</title>
      <link>https://cbrueggenolte.de/die-transparenzsuchmaschine/</link>
      <pubDate>Thu, 27 Apr 2023 00:00:00 +0200</pubDate><author>96ca5227@cbrueggenolte.de (cbrueggenolte.de)</author>
      <guid>https://cbrueggenolte.de/die-transparenzsuchmaschine/</guid>
      <description>&lt;p&gt;In letzter Zeit dreht sich alles um KI und ihre Anwendungen wie ChatGPT und CoPilot. Stellen Sie sich vor, Sie könnten&#xA;den Namen einer beliebigen Person des öffentlichen Lebens eingeben und hätten sofort Zugriff auf alles, was diese Person&#xA;jemals zu einem bestimmten Thema gesagt hat. Was wäre, wenn wir eine Suchmaschine hätten, die uns das ermöglicht?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Eine solche &lt;strong&gt;Transparenzsuchmaschine&lt;/strong&gt; kam uns beim Mittagessen in den Sinn.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Möglichkeit, einen kompletten Datensatz über eine Person abzufragen und Informationen zu jedem beliebigen Thema zu&#xA;erhalten, wäre wohl die wahre Stärke dieser Technologie. Man könnte die Entwicklung der politischen Ansichten einer&#xA;Person während ihrer gesamten Online-Karriere verfolgen und die Genauigkeit ihrer Vorhersagen im Laufe ihrer Karriere&#xA;bewerten.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit dreht sich alles um KI und ihre Anwendungen wie ChatGPT und CoPilot. Stellen Sie sich vor, Sie könnten
den Namen einer beliebigen Person des öffentlichen Lebens eingeben und hätten sofort Zugriff auf alles, was diese Person
jemals zu einem bestimmten Thema gesagt hat. Was wäre, wenn wir eine Suchmaschine hätten, die uns das ermöglicht?</p>
<p>Eine solche <strong>Transparenzsuchmaschine</strong> kam uns beim Mittagessen in den Sinn.</p>
<p>Die Möglichkeit, einen kompletten Datensatz über eine Person abzufragen und Informationen zu jedem beliebigen Thema zu
erhalten, wäre wohl die wahre Stärke dieser Technologie. Man könnte die Entwicklung der politischen Ansichten einer
Person während ihrer gesamten Online-Karriere verfolgen und die Genauigkeit ihrer Vorhersagen im Laufe ihrer Karriere
bewerten.</p>
<p>Die Technologie wird jedoch auch für Angriffe auf Personen, für die Untersuchung ihrer Beiträge und für die Erstellung
bemerkenswerter Darstellungen ihrer Entwicklung als Person im Laufe der Zeit genutzt werden. Vor allem aber wird es -
zumindest anfangs - dazu dienen, Menschen bloßzustellen.</p>
<blockquote>
<p>“The growth of the Internet will slow drastically, as the flaw in ‘Metcalfe’s law’—which states that the number of
potential connections in a network is proportional to the square of the number of participants—becomes apparent: most
people have nothing to say to each other! By 2005 or so, it will become clear that the Internet’s impact on the economy
has been no greater than the fax machine’s.”</p>
<p>// Paul Krugman, 1998</p>
</blockquote>
<p>Wie falsch diese Einschätzung war und wie rasant sich das Internet entwickelt hat. Man kann sagen, dass das Internet
revolutionäre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur hatte. Die meisten Menschen haben heute Zugang zu
mehr Informationen als je zuvor und zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren.</p>
<p>Hätten wir damals schon eine solche Transparenz-Suchmaschine gehabt, hätten wir die Wirksamkeit solcher Aussagen in
Bezug auf Vertrauen und Genauigkeit bewerten können.</p>
<p>Aber die eigentliche Bedeutung dieser Technologie liegt nicht in einer bestimmten Anwendung, sondern in der Schaffung
von Transparenz. KI ermöglicht es, alle Informationen zu einem Thema abzurufen und dann gezielte Fragen zu stellen.
Dies führt zu bisher nicht möglichen Einblicken und Erkenntnissen.</p>
<p>Daraus ergibt sich natürlich auch die Sorge, dass KI als Instrument für Mobbing und öffentliche Demütigung eingesetzt
werden könnte. Es ist wichtig, mit den Informationen, die durch KI gewonnen werden, verantwortungsvoll umzugehen. Es geht
nicht darum, Antworten blind zu akzeptieren und Entscheidungen nur auf der Grundlage der gelieferten Daten zu treffen.
Leider geschieht dies teilweise bereits. Es ist sehr wahrscheinlich, dass viel Dreck ausgegraben wird, auch wenn sich
die Täter bereits entschuldigt oder längst von ihren Taten distanziert haben.</p>
<p>Wir müssen uns der potenziellen Voreingenommenheit und der Grenzen der Technologie bewusst sein. Wir müssen sie als
Werkzeug zur Verbesserung unseres Verständnisses nutzen und nicht als Ersatz für kritisches Denken und Analyse.</p>
<p>Insgesamt birgt die Technologie der Transparenz-Suchmaschine ein enormes Potenzial für den Zugang zu Informationen und
das Verständnis von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Es ist jedoch wichtig, dass wir diese Technologie mit
Bedacht einsetzen und uns ihrer Chancen und Risiken bewusst sind. Wir sollten uns bemühen, ihre Vorteile zu nutzen und
gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sie im Einklang mit den Werten der Privatsphäre, der Fairness und den ethischen
Standards eingesetzt wird. Nur so können wir sicherstellen, dass die KI-Technologie unsere Gesellschaft und Kultur auch
in Zukunft weiter verbessert.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
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