Author: Carsten

RT221

Die merkwürdigen Begebenheiten der Digitalisierung des Gesundheitssystems:

Vielleicht müssen wir bald vor Betritt einer Arztpraxis erst mal eine Heizung berühren – zumindest wenn die neue Gesundheitskarte mit im Gepäck ist. Die Karten sollen das gesamte IT-System einer Praxis lahmlegen können, falls die Patient:innen statisch aufgeladen sind. Das ist aber leider noch nicht alles: Jana Ballweber berichtet darüber, was bei der Digitalisierung unseres Gesundheitswesens noch so schief läuft.

Netzpolitik.org

RT220: Google Analytics ist illegal in der EU

Der neue heiße Scheiss. In 2020 wurde schon mal festgelegt, dass die Verwendung von Google Analytics nicht in Ordnung ist. Aber wurde alles ignoriert. Nun haben aber die österreichische Data Protection Authority ebenfalls den Privacy Shield für ungültig erklärt. Damit steht fest, dass Google Analytics gegen die DSGVO verstößt. Das ist doch einfach super! Ein großer Erfolg für NOYB.

Quelle tutanota.com

RT219: Poland lässt sich Daten klauen

dennoch meint das Verteidigungsministerium, das die Daten schon öffentlich waren. Bin mir da allerdings nicht so sicher. Die Polen spielen das bestimmt etwas herunter. Wer lässt sich shcon gerne einen Haufen Inventurdaten klauen Wenn Daten die Übersicht und den Zustand von Material werden, lassen sich daraus Informationen ableiten. Zum Beispiel über die Schlagkraft und die Verfügbarkeit der Truppe.

RT218: die dritte Impfung

Tja, so kann es gehen. Wir, die mit Janssen geimpften, gelten nur noch als zweimal geimpft. Bedeutet also, dass unser Booster nun als 2. Impfung zählt und wir uns noch eine dritte Impfung abholen müssen. Gut, dass man das weiß und mitteilt, schlecht, dass dieses wohl erst in 4 Wochen sein wird.

RT217: Das Geld von Jachtbesitzern

Wenn man die Wörter “die Wirtschaft” einfach mal gegen die Wörter “Geld von reichen Jachtbesitzern” austauscht, machen die Sätze gleich viel mehr Sinn:

Wie können wir COVID-19 begegnen, ohne das Geld von reichen Jachtbesitzern anzufassen? Die Umwelt retten klingt ja gut, aber was mit dem Geld von reichen Jachtbesitzern? Medizinische Versorgung für alle wird das Geld von reichen Jachtbesitzern zerstört.

Oder was meinst du? (Quelle Twitter)

Mobilfunkprovider wechseln

Im November habe ich mich nach mehreren E-Mails von meinem Internetanbieter mit Angeboten zu Mobilfunktarifen dazu hinreißen lassen, mir das endlich mal anzuschauen. Unser bestehender Vertrag mit dem bisherigen Provider lief auch am 10. Januar (also gestern) aus. Abgesehen davon, wollten wir uns so oder so nach einem besseren und günstigerem Angebot umsehen.

Gesagt, getan, habe ich nach ein paar Stunden Recherche und mehreren Runden Übersetzen spielen mit deepl.com dann bei unserem Internetprovider angerufen und nach einigen Nachfragen zwei neue Verträge abgeschlossen. Einen für meine Frau und einen für mich. Rufnummernübernahme inklusive.

Der Anruf beim Kundendienst verlief so weit auch ohne Probleme. Uns wurden 5 Euro Rabatt auf den bestehenden Glasfaservertrag, 5 Euro Rabatt auf den ersten und 2,50 Euro Rabatt auf den zweiten Mobilfunkvertrag angeboten. Obendrein gab es noch 4 GB Datenvolumen pro Monat extra für die gesamte Laufzeit von zwei Jahren.

Insgesamt sollten wir pro Vertrag, „unbegrenzt Telefonieren*“, 10 GB Datenvolumen (6 + 4 extra) und 50 SMS für 7,50 Euro und 12,50 Euro. Kein so schlechtes Angebot also. Auf alle meine Nachfragen, ob das „unbegrenzt Telefonieren*“ auch für Rufnummern in der EU gelte und ich unbegrenzt aus den Niederlanden deutsche Festnetz und Mobilfunknummer anrufen könne, wurde immer mit „JA“* geantwortet. 

Soweit so gut. Noch am selben Abend haben wir die SMS zur Rufnummernmitnahme beantwortet und der Übernahme damit zugestimmt. Innerhalb einer Woche kamen die neuen SIM-Karten und am 10. Januar sollten diese aktiviert werden und unter der alten Rufnummer erreichbar sein.

Gestern haben wir dann die neuen SIM-Karten eingesteckt, Pin eingegeben und geändert. Wieder Online! So einfach geht das. Hat alles funktioniert. Kann man nicht anders sagen. So weit, so gut. Bis ich dann heute etwas entdeckt habe.
Heute habe ich mich dann etwas genauer mit der zugehörigen App beschäftigt, um herauszufinden, was man da alles einstellen und sehen kann. Doch nachdem ich meine Vertragsdetails aufgerufen hatte, war ich etwas verwundert. Dort stand nämlich, dass ich 3,31 Euro „vertelefoniert“ hätte. Gut, gestern hatte ich meine Cousine angerufen, um die 10 Minuten. Sollte das Telefonieren nach Deutschland doch nicht wie versprochen kostenfrei sein?

Nach weiteren Minuten mit dem Übersetzer und einigem Hin und Her habe ich dann den Kundendienst über den Chat auf der Webseite kontaktiert. Nach einigen Erklärungen stellt sich heraus, dass wir gar kein EU-weites kostenfreies und unbegrenztes Telefonieren haben. In unserem Vertrag ist nur unbegrenztes Telefonieren innerhalb der Niederlande enthalten und das Telefonieren aus dem EU-Ausland zurück in die Niederlande. Selbst das Telefonieren in Deutschland, wenn wir in Deutschland sind, ist nicht kostenfrei.

Solche Verträge wollten wir aber niemals haben und solche hätte ich auch niemals abgeschlossen. Auf Nachfrage, ob es denn nicht ein Paket gäbe, welches ich dazubuchen könne, wurde dieses leider mit „Nein“ beantwortet. Mein Bedauern zum Ausdruck bringend habe ich dann gefragt, ob ich den Vertrag stornieren kann, obwohl eigentlich die Frist mehr oder weniger abgelaufen sei. Natürlich habe ich mir die Vertragsbedingungen und das Angebot angeschaut, allerdings sind die Details zum Tarif etwas versteckt und schwer zu finden. Und trotz Übersetzung und mehrmaligem Nachfragen, wurde das mit dem „onbeperkt bellen“ im Großen und Ganzen falsch kommuniziert und/oder falsch verstanden. Kann man nichts machen.

Obwohl wir den Vertrag schon Anfang Dezember abgeschlossen haben, ist er doch jetzt erst am 10. Januar aktiviert worden. Die 14 Tage Rücktritt gelten glaube ich ab Vertragsabschluss und nicht ab SIM-Karten-Aktivierung. Ob das einen Unterschied macht, weiß ich nicht, die Frau im Chat hat mir aber versichert, dass wir die Verträge stornieren können. Da allerdings die Abteilung für Vertragsfragen schon Feierabend hat, könne sie mich nicht direkt weiterleiten. Sie hat mir aber die Ticketnummer und eine Telefonnummer gegeben und gebeten, dass ich mich morgen dort noch einmal melden soll.

Mit diesen Informationen habe ich dann direkt bei meinem alten Mobilfunkprovider angerufen. Dem freundlichen und zuvorkommenden Menschen am anderen Ende der Leitung habe ich dann die Situation erklärt und gefragt, ob wir wieder zurückkommen dürfen. Nach etwas Small Talk habe ich dann zwei neue Verträge beantragt. Dieses ging ziemlich flott, denn bis vorgestern waren wir ja noch Kunden. 

Jetzt haben wir wieder zwei Verträge, ebenfalls mit 10 GB Datenvolumen (+2 GB extra), und wirklich unbegrenztem Telefonieren und SMS’en innerhalb der EU. In der ganzen EU. Aus jedem Land, in jedes Land. Also eine richtige Telefonflatrate. Zwar kostet jeder Vertrag nun 21 Euro und nicht mehr 7,50 Euro. Aber dafür zahle ich auch keine 0,30 Euro pro angefangener Minute mehr, wenn ich mal nach Deutschland telefoniere. Letztlich ist der Vertrag beim alten, neuen Anbieter somit viel günstiger. Es hätte aber auch zu schön sein können.

Hoffen wir mal, dass die erneute Rufnummernmitnahmen funktioniert und es bei all dem Hin und Her keinen Schluckauf gibt. Leider weiß man das immer erst dann, wenn der Tag der Umstellung ist. Daumen drücken!

TL;DR: Beim Wechseln des Mobilfunkbetreibers gebietet es sich, wirklich sehr genau die Tarifbedingungen zu lesen und solange zu hinterfragen, bis wirklich alle Dinge geklärt sind.

RT216: 123456

Wie kann es sein, dass nach so vielen Leaks, Hacks und Veröffentlichungen von privaten Daten und Passwortlisten, die Menschen immer noch nicht eingesehen haben, dass „123456“ kein sicheres Passwort ist?

Verwendet bitte einen Passwortmanager mit einem sicheren Passwort und wenn immer es geht, die Zwei-Faktor-Authentifizierung!

Für mehr Infos zum Thema: Eddy der Infosec-Frosch (Podcast) und der dazugehörige Tweet

Frohes Neues Jahr 2022

Wir haben 2022. Ich wünsche Dir und Deiner Familie, Deinen Freunden und Bekannten alles Gute und ein frohes neues Jahr! Möge die Pandemie endlich zu einer Endemie werden und hoffentlich schaffen wir es mit weiteren, verbesserten und eventuell auch neuen Impfstoffen dem Corona-Virus endlich Einhalt geboten werden. Auf dass wir wieder zur Normalität, wie auch immer die aussehen wird, zurückkehren können.

Wir haben den Jahreswechsel in Ruhe verbracht. Leckeres Essen, lecker Bier und Cocktail, dazu ein paar Runden Mario Party Superstars auf der Switch. Nichts Besonderes. Um 24:00 Uhr haben wir mit einem Glas Sekt angestoßen und den Nachbarn nebenan ein frohes neues Jahr herüber gerufen. Feuerwerk gab es nur sehr wenig. Ein paar Raketen weiter unten im Dorf und hier und da den ein oder anderen Böller.

Heute lassen wir es noch ruhig angehen und gehen vielleicht ein wenig spazieren. Morgen machen wir uns dann wieder auf den Heimweg. Schließlich muss ich am Montag ja wieder ins Büro. Einer muss ja Geld verdienen 😉

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr und viel Glück und Erfolg 🙂

Frohe Weihnachten

Bild von Pixabay: https://pixabay.com/de/photos/kekse-geb%c3%a4ck-zimt-sterne-glasur-1886760/
Zu Weihnachten leckere Kekse und eine heiße Tasse Schokolade

Ich wünsche Dir, deiner Familie, deinen Freunden und Verwandten schöne und besinnliche Weihnachten. Falls du nicht an Weihnachten glauben solltest oder es noch nicht feierst, ein paar ruhige und entspannte Tage. Das Jahr wahr schließlich anstrengend genug.

Wer dem Weihnachtsmann folgen will, wie er die Geschenke verteilt, kann das mit Hilfe von NORAD. Dort gibt es eine interaktive Karte und immer die aktuelle Position vom Weihnachtsmann.

Alles Gute!