Auffrischungsimpfung? Sehr gerne!

Im Mai haben wir den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen. Meine Frau und ich. Damals (™) im Mai, konnten wir beide hin zum Arzt und uns die Impfung abholen. Jetzt allerdings gab es die Weisung, dass nur ich mir eine Impfung abholen kann und wir uns um die Auffrischungsimpfung meiner Frau selbst kümmern müssen.

Wir haben uns also selbst gekümmert und uns auf dem Rückweg aus Deutschland an einem Impfpunkt des DRK impfen lassen. Warum sollte ich auf die Firma warten, die aus meiner Sicht unnötig hin und her argumentiert und lange abwartet? Wenn ich eine Möglichkeit habe mich impfen zu lassen, dann mache ich das. Vor allem dann, wenn ein Impfschutz von Johnson & Johnson nach 6 Monaten einfach nicht mehr ausreicht und man als ungeimpft verhalten sollte.

11.51 Uhr: Impfschutz von Johnson & Johnson nach sieben Monaten kaum vorhanden
Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson hat nach einer neuen US-Studie nach sieben Monaten nur noch einen Impfschutz von 13 Prozent. Der Epidemiologe Timo Ulrichs sagte dem ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ dazu, jeder, der nur einmal mit Johnson & Johnson geimpft worden sei, sollte sich so verhalten, als wäre er nicht geimpft. Das Impfzertifikat ist auch bei Johnson & Johnson ein Jahr gültig. In Deutschland sind drei Millionen Menschen damit verimpft worden.

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Und ja, ich habe mit meiner Aussage im Mai recht behalten, dass wir mit Janssen Geimpfte nicht mit einer Impfung auskommen werden.

Nachdem meine Frau sich über das Internet schlau gemacht hat, konnten wir einen Ort zum Impfen ausfindig machen, wo man sich ohne Termin impfen lassen konnte. An diesem Wochenende waren wir auch mal wieder in Deutschland und so lag es gewissermaßen auf dem Weg nach Hause.

Am Impfort angekommen, erwartet uns allerdings eine schon recht lange Warteschlange. Ich habe meine Frau dann schon mal aussteigen lassen und habe mir einen Parkplatz gesucht. Das stellte sich als etwas schwierig heraus, denn am selben Tag gab es in der Stadthalle nebenan einen Schuhbasar mit vielen tollen Sonderangeboten. Entsprechend voll war der große Parkplatz.

Trotz der langen Wartezeit von mehr als zwei Stunden bei frischen 6 Grad Celsius wurden wir hervorragend unterhalten. Hinter uns in der Schlange standen vier doch recht gesprächige Frauen, die in der Pflege tätig sind. Ich sag es mal so: An interessanten und lustigen Geschichten hat es definitiv nicht gemangelt.

Endlich vor dem Eingang angekommen hatten wir immer noch ein wenig Bedenken, ob wir denn überhaupt geimpft werden. Im Vorfeld ging jemand vom DRK durch die Reihen und hat all die nach Hause geschickt, die nicht für eine Impfung infrage kommen. Nur die, deren Impfung mehr als sechs Monate her ist oder mit Janssen geimpft wurden. Wie zuvor erwähnt, ein wenig Unsicherheit bestand dennoch, haben wir ja keinen Hauptwohnsitz in Deutschland mehr.

Wie sich aber herausstellte, war das kein Hinderungsgrund und ohne nachzufragen, haben wir unsere Papiere bekommen, eine Unterschrift, einen Aufkleber und auch die Impfung. Vielen Dank an das Team vom DRK für ihren Einsatz und das Engagement. Der Frau, die sich immer zu den Impflingen bücken musste, um die Spritze zu setzen, wünsche ich alles Gute und hoffe, dass sie keine allzu schweren Rückenschmerzen davon getragen hat.

Nach der Impfung sind wir dann raus und haben beim erstbesten Restaurant angehalten. Zum einen muss man nach zweieinhalb Stunden auch mal auf die Toilette und so langsam hatten wir richtig Hunger. Seit dem Frühstück um neun Uhr hatten wir schließlich nichts mehr gegessen.

Fühlt sich gut an, geimpft zu sein. Große Nebenwirkungen gab es keine. Ich habe mich nur ein wenig müde und etwas schlapp in den nächsten zwei Tagen gefühlt. Aber das war es auch schon. Nichts, im Vergleich, was bei einer COVID-Infektion ohne Impfung mit einem geschieht!

Daher: Bitte lasst euch impfen!

Beitrag 30 der #100DaysToOffload Herausforderung.