Der Große Zapfenstreich ist keine Nazi-Erfindung

Wie ich gerade so mitbekommen habe, regen sich ziemliche viele darüber auf, dass der große Zapfenstreich ein „herumwackeln mit Fackeln vor dem Reichstag“ war.

Ja sagt mal: Geht’s noch?

Der Große Zapfenstreich ist die höchste militärische Ehrenbezeugung, die die Bundeswehr kennt. Er ist keine Nazi-Erfindung, sondern geht auf militärische Traditionen des 16. Jahrhunderts zurück, die die Funktionsweise der Armee symbolisch darstellen – einschließlich der Trommel- und Trompetensignale von Infanterie und Kavallerie. Verteidigungsminister, ihre Staatssekretäre und hohe Offiziere werden so verabschiedet, ebenso die Bundeskanzler, zuletzt 2005 der Sozialdemokrat Gerhard Schröder. Auch Angela Merkel wird diese Ehre zuteilwerden.

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So sieht es nämlich aus und „gewackelt“ hat da niemand. Der Große Zapfenstreich ist eine sehr präzise durchgeführte Zeremonie zu Ehren derer, die besonderes geleistet haben. Das Militär oder der Beruf des Soldaten, ist eben kein Beruf wie jeder andere.

Der Zapfenstreich ist ein klares Signal dafür, dass es um etwas Ernstes geht, dass „Militär“ etwas qualitativ Einzigartiges ist. Soldat zu sein, das ist eben kein Beruf wie jeder andere, sondern beinhaltet im äußersten Fall die Pflicht zur Aufopferung für sein Land, also: unter Umständen für eine demokratisch legitimierte Sache zu sterben – oder zu töten. Man kann das nicht zur Dienstleistung herunterbanalisieren.

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Wer dabei nur an die Nazi-Zeit denkt, hat es wirklich nicht verstanden.

Beitrag 25 der #100DaysToOffload Herausforderung.