Gestern war Datenschutztag

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Photo by Silas Köhler https://unsplash.com/@silas_crioco

Ich glaube, in Zeiten in denen WhatsApp die Einführung neuer Nutzungsbedingungen verschieben muss, weil die Nutzer aufgrund von schlechter Kommunikation und schlechten Datenschutzregeln davonlaufen, ist es wichtiger den je, dass man über den Datenschutz redet. Auch ist es wichtig daran zu erinnern, dass die Corona-Warn-App nicht aufgrund der strikten Datenschutzregeln nicht funktioniert, sondern weil die Leute die verdammte App einfach nicht nutzen und die Behörden es nicht auf die Reihe kriegen, sich auf eine digitale Plattform zu einigen. Solange aber noch Faxe und Brief mit Coupons für Masken verschickt werden, gibt es noch viel zu tun!

Dabei ist es nicht verwunderlich, dass die EU-Länder versuchen, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mithilfe von Backdoors zu unterwandern. Die Argumente sind dabei, dass man sehr viel mehr auf digitale Beweise angewiesen sei, die man ja wegen der Verschlüsselung nicht lesen könne. So könne man Verbrechen und Terrorismus nicht bekämpfen.

[Datenschutztag 2021: Ein Reminder für den EU-Rat] (https://threema.ch/de/blog/posts/datenschutztag-2021)

Die vier Internetdienstanbieter Threem, Protonmail, Tresorit und Tutanota haben sich nun zusammen getan und einen offenen Brief verfasst. Ich finde, dass ist unterstützenswert und wir sollten alle daran arbeiten, dass wir auch weiterhin durch sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unsere Privatsphäre schützen können.

Verschlüsselungstechnik ist nichts, über das argumentiert werden kann, sie beruht auf Mathematik und die ist eindeutig.

Wie die Kommunikationsanbieter ProtonMail, Threema, Tresorit und Tutanota in ihrem Gegenstatement auf den Punkt bringen: „Der aktuelle Entwurf der Resolution des EU-Ministerrates beruht auf einem eingeschränkten Verständnis der technischen Aspekte von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Denn Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist absolut, Daten sind entweder verschlüsselt oder nicht.“ (Quelle Netzpolitik.org)

Vier europäische Software-Unternehmen warnen vor dem jüngsten Vorstoß der EU-Länder, verschlüsselte Kommunikation brechen zu wollen. Hintertüren würden die Datensicherheit in Europa bedrohen, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben am Europäischen Datenschutztag.

Link » Verschlüsselung – Sichere Kommunikationsanbieter warnen vor Hintertüren

Ich glaube, der Absatz hier beschreibt das Problem gut. Falles es Hintertüren geben wird, ist keine der modifizierten Verschlüsselungen mehr sicher. Ich frage mich ja auch, wie denn die EU-Länder in Zukunft dann kommunizieren wollen? Verwenden die dann anderen Messenger oder Telekommunikationsdienste?

Beitrag 67 der #100DaysToOffload Herausforderung.